
Rolinck in Hollywood
Am Donnerstag sind wir mittags mit Joe Mountainbike gefahren. Er hat uns neben der für uns anspruchsvollen Route auch die beeindruckende Landschaft näher gebracht. Zudem konnten wir eine typisch amerikanische Ranch begucken.

Mountainbiketour
In der Zeit, in der wir Mountainbike fuhren bereiteten Yvonne und Sarah das Abendessen vor. Es gab Pizza und super leckeren Salat! Nach dem Essen unterhielten wir uns noch bis in die Nacht hinein. Am Donnerstag sind wir dann um 09:15 Uhr aufgestanden und es hörte mit der paradisischen Rundumbetreuung nicht auf. Joe war gerade dabei Bacon und Ei zu braten. Oh, nicht zu vergessen sei, dass es dazu noch eine Kartoffelspezialität gab, welche ein wenig mit Röstis zu vergleichen ist.
Also, ihr merkt, dass Yvonne, Joe und Sarah es wirklich gut mit uns meinten. Bei der Gastfreundschaft konnte man sich wirklich nur wie Zuhause fühlen und wir hatten zwei süße kleine Geschwister. Danke für ALLES!
Wir hatten zum Wellensurfen Neoprenanzüge am Strand ausgeliehen. Hans-Martins Perso diente als Pfand und wir vergaßen leider uns diesen wieder aushändigen zu lassen. Aus diesem Grund ging es für uns nach der Verabschiedund von der Lintzenfamily zum Strand, bevor wir die anschließende Reise Richtung Monterrey antraten.
In Monterrey genossen wir bei einem Spaziergang die tolle Küste, entschlossen uns aber auf Grund unseres in Verzug geratenen “Zeitplanes” weiter bis nach Pismo zu fahren. Hier aßen wir auf der Strandpromenade. Anschließend gingen wir in Pismo aus. Wir besuchten mehrere Bars und lernten einige Leute kennen. Von Nicole bekamen wir auch ein Übernachtungsangebot, welches wir jedoch ablehnten. Die letzte Bar, die wir in dieser Nacht aufsuchten, hieß “Applebees”. Hier wurden wir irgendwann rausgeschmießen, da uns die Sperrstunde um 2 Uhr nicht so gut gefiel;) In dieser Nacht schliefen wir auf dem Parkplatz vor der Bar. Am Samstag waren wir schon um 8:00 Uhr mit einem mehr oder weniger drönendem Kopf wach. Wir entschlossen uns zum Strand zu fahren. Hier kauften wir ein Autostrandticket. In Pismo gibt es einen Strandabschnitt, auf dem man mit gültigem Ticket fahren darf. Das war sehr amüsant. Unser Mazda 5 Sport musste ganz schön leiden und es dauerte nicht sehr lange, da sah christoph schon das BlauRotlicht im Rückspiegel…

Unser Mazda in einer aussichtslosen Situation
Eine Rangerin. Mal wieder. Sie wieß Christoph daraufhin, dass es für den Beifahrer zu gefährlich sei aus dem Fenster zu hängen um ein Video zu machen, während der Fahrer Donuts fährt oder immer wieder die Handbremse anzieht, um spektakuläre Fahrmanöver zu herauszufordern. Ok. Verstanden! Anschließend haben wie gemütlich in den Dünen gefrühstückt. Da wir am Vortag einen Bulli mit Werbung für Fallschirmspringen sahen und uns das Verlangen danach nicht los ließ, fuhren wir zum Flughafen, der unmittelbar am Meer liegt. Gesagt, getan. Wir unterschrieben einen 8 Seiten langen Vertrag und gaben damit jegliche Ansprüche auf Schadensersatz im schlimmsten Falle ab. Wir flogen mit unseren Tandemtypen auf eine Höhe von 13000 feet, was 4000 Meter entspricht.

Fallschirmspringen
Als wir dann die Plexiglasklappe öffneten wurde uns ganz anders. Bei Anbetracht Hans-Martins Augen war der Begriff Todesangst der Treffenste. Nichts desto trotz musste Hans als Erster zur Klappe. Ready, set… Und ab ging es. Im direkten Anschluss musste der Christoph an die Klappe. Und schwubs, da war es passiert. Wir rasten mit 260 km/h gen Erde, die gefühlsmäßig aber nicht näher kam. 60 Sekunden freier Fall. Mit Luft holen war nicht viel. Ob es an der Geschwindigkeit oder an dem Adrenalinrausch lag, ist uns nicht bewusst. Der Wind pfeifte so laut, dass man hätte schreien können ohne das der Tandemmeister etwas hört. Wir versuchten den freien Fall zu genießen, was aber nur bedingt möglich war. Als der Fallschirm sich dann öffnete, war es ein wahnsinns Gefühl. Einfach durch die Luft gleiten. Einen schöneren Ort zum Springen hätten wir nicht wählen können. Immer das Meer und den Strand im Blick… Wunderschön. Nachdem Sprung machten wir uns auf den Weg nach Santa Barbara. Der Sprung für uns wirklich anstregend, was uns dazu bewog unterwegs anzuhalten, um ein Mittagsschläfchen zu halten.
In Santa Barbara angekommen guckten wir Hippitrommlern und ihren Tänzern zu. Wir versuchten eine Weile lang Delphine oder Wale zu sichten was uns aber bisher nicht gelang. Für uns macht es den Eindruck, als hätte die Westküste alle alten Käfer und VW Busse gekauft. Ein reiner Genuss, wenn man die hier herumfahren sieht. Zudem stehen überall Palmen, was uns mal wieder daran erinnert, dass wir im Urlaub sind;).

Urlaub....
Am Abend ging es für uns dann in die Stadt. In Santa Barbara kann man wirklich gut losgehen, da hier super viele Studenten wohnen. In den Bars/Clubs lernten wir wieder ein paar Leute kennen. Da die Sperrstunde die Feierei zunächst wieder beendete, mussten wir uns was anderes überlegen. Wir erfuhren, dass es ein Studentenviertel 15 Autominuten entfernt gäbe. Da wir die Frage über unsere Fahrtauglichkeit nicht ohne technisches Gerät erfahren konnten, wurde zügig ein Polizeiwagen angehalten. Nach dem Pusten gestattete uns der Officer zu unserer Verwunderung noch zu fahren. Auf ging die Reise. Im Studentenviertel angekommen trafen wir noch zig Gleichgesinnte, die jedoch alle sehr deprimiert wirkten. Die Polizei hatte die privaten Partys aufgelöst. Na toll. Diese Tatsache brachte uns schnellen Schlaf auf einem Parkplatz in einer Einbahnstraße. Am Sonntag morgen fuhren wir dann gegen 09:20 Uhr weiter gen Süden. Um 10:30 Uhr fuhren wir zwecks Fahrzeugtankung in das Dorf Summerland. Wir kamen an einer Kirche vorbei und stellten fest, dass Sonntag ist und der Gottesdienst gerade beginnt. Wir schmissen uns für unsere Verhältnisse schnell in Schale und besuchten den Gottesdienst der Presbyteriergemeinde, während unser Auto mit offen stehender Tür am Straßenrand stand. Wir hatten den Wagen zwar abgeschlossen, jedoch nicht gänzlich geschlossen. Ups. Nach dem wirklich wohltuenden Gottesdienst aßen wir noch gemeinsam mit der Kirchengemeinde und mussten viele Fragen beantworten. Zu unserem Glück hatte sich niemand an unser Auto gewagt, indem ein Portemonnaie und ein Handy lag! Danke Gott!
Unsere Weiterfahrt endete in Santa Monica, was den eigentlichen Strand (Venice- beach) von Los Angeles darstellt. Hier verbrachten wir den Nachmittag und guckten bei einer weiteren Hippitrommelaktion, sowie Skatern zu. Den Abend verbrachten wir zum großen Teil in “Jack in the box”, einer amerikanischen Fastfoodkette.
Im Endeffekt gingen wir dann doch noch ein eine Bar, in der man Live-Karaoke singen konnte. Aber die Leute und die Musik war nichts fuer uns, sodass wir uns entschlossen schlafen zu gehen. Am Montag fuhren wir dann weiter durch die Beverly-Hills und zu dem bekannten Hollywoodschild, wo die inzwischen gut abgenutzte Rolinckflasche wieder zum Einsatz kam. Auf der anschliessenden Suche nach einem Internetcafe trafen wir zwei nette Herren im Starbuckscafe, die fuer eine Kirche arbeiten. Diese haben uns zu unserem Glueck angeboten ihr Internet bei der Arbeit zu nutzen. Wir haben es gerade 14:30 Uhr mittags und wir werden sofort weiter Richtung Sueden fahren. Mal sehen, wann wir wieder dazu kommen uns zu melden…
An Volker: Danke fuer die Zusendung des Dienstplanes!
Alles Gute nach Deutschland.
Christoph und Hans
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